Arzt- und Zahnarzthelferinnen

"Die Gesundheitsrente – 
betriebliche Altersvorsorge in Arztpraxen!"


Tarifvertrag zur betrieblichen Altersversorgung und Entgeltumwandlung

Startschuss war der 01. April 2008 für den neuen Tarifvertrag zur betrieblichen Altersversorgung und Entgeltumwandlung, der zwischen der AAA und dem Verband medizinischer Fachberufe e.V. vereinbart wurde. Dieser Tarifvertrag sieht unter anderem ein Wahlrecht der Arzthelferin zwischen einer Kombination aus vermögenswirksamer Leistung und betrieblicher Altersversorgung einerseits und einer betrieblichen Altersversorgung andererseits vor.

Dieser neue Tarifvertrag hilft schätzungsweise 360.000 Angestellte in den rund 90.000 Arztpraxen ebenfalls mehr Möglichkeiten zum Aufbau einer steuerlich geförderten Altersrente zu haben.

Details zum Tarifvertrag:

>> Arbeitgeberanschubfinanzierung – 20 Euro für Vollzeitkräfte und 10 Euro für Teilzeitkräfte einschließlich der Minijobber.

>>Bei Verzicht auf VL zugunsten der betrieblichen Altersvorsorge erhöht sich der Arbeitgeberbeitrag auf – 56 Euro für Vollzeitkräfte und 38 Euro für Teilzeitkräfte einschließlich Minijobber

>>Ab 2015 gibt es generell nur die betriebliche Altersvorsorge anstelle von vermögenswirksame Leistung (VL)

Welche Praxen fallen überhaupt unter die Tarifbindung?
Nach unterschiedlichen Erhebungen trifft dies auf 40-60% aller Arztpraxen zu. 
Tarifliche Bindung wird auch dann mittelbar erzeugt, wenn der Arbeitgeber in Anlehnung an den Tarifvertragvergütet. Liegt dem Arbeitsverhältnis ein "Muster-Arbeitsvertrag" der jeweiligen Landesärztekammer zugrunde, so ist auch dies ein Indiz für Tarifbindung, denn diese Musterverträge enthalten eine entsprechende Klausel. 

Wie verhält es sich in den Praxen, die bereits eine bAV installiert haben?
Bei der Entgeltumwandlung nach § 3.63 erfolgt eine Anrechnung der vorhandenen Versorgung. Es gilt die Höchstgrenze 4% BBG. Die Mitarbeiterin hat aber das Recht, eine vorhandene Entgeltumwandlung zu reduzieren, um die Arbeitgeberleistung nutzen zu können. Bereits bestehende freiwillige Arbeitgeberleistungen dürfen nicht angerechnet werden (vgl. Tarifvertrag, § 2 Abs. 9 und 10. 
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Wann muss ich mit Gesundheitsfragen arbeiten?
Wenn neben der Altersversorgung zusätzlicher Versicherungschutz gewünscht wird, z.B. Berufsunfähigkeitsrente  Hierfür gibt es eine vereinfachte Gesundheitserklärung, (Unterlagen erhalten Sie von uns )

Was ist bei Großpraxen mit vielen Mitarbeitern?
Sofern eine Praxis mehr als 5 Mitarbeiter hat und für alle eine bAV eingerichtet werden soll, (Umwidmung VL zu AVWL) bei der für einzelne oder alle Mitarbeiter auch BU-Schutz beantragt wird, kann für diese Praxis innerhalb der Gesundheitsrente ein eigener Kollektivvertrag eingerichtet werden, der lediglich eine Dienstobliegenheitserklärung bei BU-Renten bis zu 500 EUR vorsieht.   

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