Tarifvertrag Zahnarzthelfer/-innen zur betrieblichen Altersvorsorge

Seit dem 01.01.2015 gelten für Zahnarzthelferinnen wieder neue Regelungen zum bestehenden Tarifvertrag. Aufgrund vieler Gespräche haben wir festgestellt, dass dies vielen Arbeitgebern sowie auch Arbeitnehmeri/-innen nicht bekannt ist.

Der Arbeitgeberanteil zur bAV, die sogennante verpflichtende Anschubfinanzierung wurde erhöht. Der Zuschuss des Arbeitgebers zur Entgeltumwandlung in Höhe von 20% bleibt wie bisher.

Kurzer Überblick: 

In welchen Bundesländer gilt der Tarifvertrag?
Der Tarifvertrag für Zahnarzthelfer/-innen gilt für die Bundesländer Hamburg, Hessen, Saarland sowie den Landesteil Westfalen-Lippe. Alle andere Bundesländer können den Tarifvertrag auf freiwilliger Basis umsetzen.

Welche Leistungen vom Arbeitgeber, sieht der Tarifvertrag vor?
Zum einen gibt es den verpflichtenden Arbeitgeberanteil in Euro (siehe Tabelle) sowie einen Zuschuss des Arbeitgebers zur Entgeltumwandlung. Auch muss der Arbeitgeber seine Mitarbeiter über die Regelungen des Tarifvertrages informieren.

bavZahnarzthelferinnen

 

 

Welcher Durchführungsweg kann gewählt werden?
Zum einen steht die Direktversicherung zur Verfügung oder die Pensionskasse. Wichtig: Der Arbeitgeber hat das Recht den Anbieter (Versicherer) zu wählen.

Sollte der Arbeitgebers nicht innerhalb von vier Wochen eine Entscheidung treffen, kann der Arbeitnehmer einen Anbieter frei wählen.

Bei weiteren Fragen rufen Sie einfach die bav-Hotline Tel. 0971 – 3842 an.

Herzliche Grüße

Ute Goebels

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Direktversicherung unter bilanzielle und arbeitsrechtliche Aspekten

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Heute geht es speziell um die bilanziellen und arbeitsrechtlichen Aspekte der Direktversicherung.

Bei der Direktversicherung hat das Bezugsrecht der Arbeitnehmer. Heißt, da der Arbeitgeber keinerlei Bezugsrecht besitzt, zählt das angesparte Deckungskapital nicht zu den Vermögenswerte vom Arbeitgeber. Demzufolge muss der Arbeitgeber keine Rückstellungen bilden sowie auch kein Vermögen in der Bilanz auszuweisen.

Hier nun die arbeitsrechtliche Aspekte der Direktversicherung:

Was ist beim vorzeitigem Ausscheiden zu tun:
·    Einfache Mitgabe des Vertrages
·    Fortführung des Vertrages durch Arbeitnehmer (private Mittel)
·    Beitragsbefreiung / Beitragsfreistellung
·    die Versorgung auf den neuen Arbeitgeber übertragen (Portabilität)
·    dieses Recht ist innerhalb eines Jahres geltend zu machen

Grundsätzliches zur Haftung
AG haftet für die zugesagte Leistung, wenn die abgeschlossene Lebensversicherung nicht ausreicht
.

Wie ist die Insolvenzsicherung bei Entgeltumwandlung zu sehen
Da eine Abtretung, Verpfändung oder Beleihung der Direktversicherung ausgeschlossen ist(BetrAVG), sind keine Beiträge an den sogenannen Pensionssicherungsverein (PSV-Beiträge) zu entrichten. Der Arbeitnehmer hat von Beginn an ein unwiderrufliches Bezugsrecht (da Entgeltumwandlung).

Begünstigter Personenkreis im Todesfall nach § 3.63 sind
·    Ehegatten, Lebensgefährten
·    (nicht) eingetragene Lebenspartner
·    Leibliche, Pflege- und Stiefkinder bis längstens 27 Lebensjahr
·    ansonsten ein Sterbegeld bis zu € 8.000,– an jede beliebige Person, gesetzliche Erben

Gibt es eine Anpassungsprüfungspflicht
·    nur bei laufenden Leistungen sprich Rentenzahlungen (nicht Kapitalleistungen oder Anwartschaften)
·    alle 3-Jahre wird geprüft
·    hier nimmt man den Verbraucherpreisindex zur Hilfe

Entfällt wenn:
·    immer wiederkehrend Leistungen mit mind. 1% jährlich angepasst werden
·    auch die Überschussanteile zur Erhöhung laufender Leistungen verwendet werden
·    es sich bei der Zusageart um eine Beitragszusage mit Mindestleistung handelt

Wäre schön wenn Sie den ein oder anderen Aspekt jetzt besser verstehen. Bei Rückfragen, Anruf genügt.

Tschüss sagt

Ute Goebels

 

 

 

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Die Direktversicherung im Überblick

Im letzten Blogartikel haben wir die Vorteile der betrieblichen Altersvorsorge aufgeführt. Jetzt schauen wir uns den bekanntesten Durchführungsweg die Direktversicherung an.

Bei der Direktversicherung handelt es sich um eine Lebensversicherung die vom Arbeitgeber (AG) auf das Leben des Arbeitnehmers (AN) abgeschlossen wird. Das alleinige Bezugrecht verbleibt dem Arbeitnehmer und seine Hinterbliebenen.

Bei der Direktversicherung unterscheiden wir drei Zusagearten

Zum einen die Leistungszusage:

o    Hier trägt der AG das volle Anlage- und Renditerisiko
o    Der AG muss die Zahlung der zugesagten Leistung übernehmen, wenn: Versorgungsträger
      Insolvenz anmeldet oder bei gering ausfallender Rendite (gilt auch bei Entgeltumwandlung)
o    AG legt die Leistung fest und trägt alle Risiken der Erfüllung und Erwirtschaftung

Zum anderen die beitragsorientierte Leistungszusage:

o    Hier verpflichtet sich der AG, bestimmte Beiträge in eine Anwartschaft anzulegen
o    Es gibt eine Alters-, Invaliditäs- oder Hinterbliebenenversorgung
o    Der aufgewendete Beitrag bestimmt die Leistungshöhe


Zum guten Schluss noch die Beitragszusage mit Mindestleistung:

o    Der Arbeitgeber sagt ein Beitragszahlungen in bestimmter Höhe zu

o    Die Firma gibt eine Garantie, dass bei Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge, dem      Arbeitnehmer zur Verfügung stehen

o    Die zugesagte Leistung ergibt sich aus den eingezahlten Beträgen und den erwirtschafteten Erträgen

Direktversicherung

 
WIe läuft die Finanzierung eines Vertrages

Der Vertrag kann durch laufende, abgekürzte sowie durch Einmalbeiträge finanziert werden. Überweigend werden Beiträge in Form einer Entgeltumwandlung einbehalten und vom Arbeitgeber überwiesen. Eine zusätzliche  Einbeziehung von vermögenswirksamen Leistungen ist ebenso denkbar und wird immer häufiger genutzt..

Im kommenden Blogbeitrag gehe ich auf unterscheidlichen Aspekte der Direktversicherung ein.

Herzliche Grüße

Ihre 

Ute Goebels

 

wir informieren wirklich

 

 

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Direktversicherungsbeitrag für 2014

Die neuen Höchstdirektversicherungsbeiträge in der Direktversicherung für 2014 sind da.

Da die Beitragsbemessungsgrenze zur Gesetzlichen Rentenversicherung im Jahr 2014 voraussichtlich von 69.600 € im Jahr (5.800 € monatlich) auf 71.400 € im Jahr (5.950 € monatlich) steigen wird stehen somit auch schon die Direktversicherugnsbeiträge fest.

Die neuen Beiträge ab 2014 für die Direktversicherung nach § 3 Nr. 63 EStG sind somit im Monat 238 € (2.856 € im Jahr) die steuer- und sozialversicherungsfrei in eine Direktversicherung eingezahlt werden können.

Noch Fragen, Anruf genügt.

Herbstliche Grüße aus Bad Kissingen
Ute Goebels

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