Betriebliche Altersvorsorge ABC – Direktversicherung und Direktzusage

 

Direktversicherung und Direktzusage

Direktversicherung

Gemäß § 1b Abs. 2 BetrAVG reden wir von einer Direktversicherung, wenn der Arbeitgeber eine Lebensversicherung auf das Leben des Arbeitnehmers abschließt und der Arbeitnehmer oder seine Hinterbliebenen hinsichtlich der versicherten Leistungen ganz oder teilweise bezugsberechtigt sind. Dem Versicherungsvertrag kann eine Leistungszusage, eine beitragsorientierte Leistungszusage oder eine Beitragszusage mit Mindestleistung zugrunde liegen.

Direktzusage
Die Direktzusage ist in der betrieblichen Altersversorgung der bedeutendste Durchführungsweg in Deutschland. Bei der Direktzusage ist es so, dass die Erfüllung des Versorgungsversprechens unmittelbar durch den Arbeitgeber erfolgt. Einen entsprechenden  Versorgungsträger wie bei den Durchführungswegen Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds ist nicht dazwischen geschaltet.
Alle Rechte und Pflichten aus der betrieblichen Altersversorgung leiten sich unmittelbar aus der Pensionszusage ab. Von der Firma sprich Arbeitgeber wird oft eine  Rückdeckungsversicherungen zur Finanzierung der erteilten Pensionszusage abgeschlossen. Dadurch werden die Risiken mit Erteilung der Zusagen auf das Versicherungsunternehmen verlagert.
Die Direktzusage ist der einzige Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung, der in der deutschen Rechnungslegung mit dem Ausweis von Pensionsrückstellungen verbunden ist und somit die Bilanz berührt. Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen während der Anwartschaftszeit mindern den zu versteuernden Gewinn. Werden jedoch Leistungen aus der Pensionszusage erbracht, werden die gebildeten Pensionsrückstellungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen wieder aufgelöst.

Das ist der klassische Steuerstundungseffekt für die Firma.

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