Betriebliche Altersversorgung – Was Arbeitnehmer wissen sollten

Betriebliche Altersversorgung (bAV) wird vom Staat und oftmals auch vom Arbeitgeber gefördert. Und sie kann dazu beitragen, die so genannte Rentenlücke – die Differenz zwischen Gehalt und Rentenhöhe – zu reduzieren, damit auch im Ruhestand die gewohnte Lebensqualität finanziell abgesichert ist.

Doch auch wenn schätzungsweise bereits über die Hälfte der Arbeitnehmer hierzulande auf die Vorzüge der bAV setzt, sind viele Arbeitnehmer noch nicht ausreichend über die rechtlichen Rahmenbedingungen, die steuerlichen Vorteile und die attraktiven Renditechancen einer Betriebsrente informiert. Höchste Zeit, dies zu ändern, denn bereits seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf eine Rente durch Entgeltumwandlung – das heißt, dass Teile seines Gehaltes steuerlich vorteilhaft in eine spätere Betriebsrente einfließen. Dadurch lassen sich auch Sozialabgaben sparen.

Insofern kann es für jeden Arbeitnehmer vorteilhaft sein, zu erfahren, welche Durchführungswege es gibt und welcher individuell für ihn in Frage kommt. Denn dies hängt auch vom bereits verfügbaren Angebot des Unternehmens ab, in dem er beschäftigt ist. Auch der Gesetzgeber wird voraussichtlich zusätzliche Vorsorge weiterhin unterstützen, um so den schrumpfenden Anteil der gesetzlichen Rente möglichst auszugleichen.

Die Materie ist etwas komplex, eine Beratung liegt hier nahe – sprechen Sie uns direkt auf Ihre Möglichkeiten in der betrieblichen Altersversorgung an.

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Wenn auch die Betriebsrente erst mit 67 beginnt…

Das Regelwerk mit dem Namensungetüm Rentenversicherungsaltersgrenzen-anpassungsgesetz wurde 2007 beschlossen und trat anschließend ab 2008 in Kraft. Es sah vor, die Regelaltersgrenze für Leistungsbezieher, die ab 1964 geboren wurden, in der gesetzlichen Rentenversicherung schrittweise auf 67 Jahre anzuheben, um somit unter anderem die Rentenkassen zukünftig zu entlasten. So weit, so gut, und so bekannt.

Doch nun könnte ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) bedeuten, dass sich diese Regelaltersgrenze auch auf Rentenverträge innerhalb der betrieblichen Altersversorgung bezieht und sich somit substantiell auswirkt. Im Einzelnen geht es darum, dass bereits einzelne Unternehmen ihre bAV-Angebote an die neue Regelaltersgrenze angepasst haben, aber andere eben nicht. Und dann bleibt die Frage, was ist mit den alten Verträgen?

Denn nunmehr hat das BAG entschieden, dass Arbeitgeber Betriebsrenten ggf. auch erst ab 67 an ihre Mitarbeiter auszahlen müssen (3 AZR 11/10). Selbst dann, wenn früher eine Rente bereits zum 65. Lebensjahr zugesagt wurde.

Insofern hat dieses Urteil in den Unternehmen für Unruhe und in der Belegschaft mitunter für Unmut gesorgt. Deshalb ist es vor allem für Berater, Personaler und Unternehmer  ganz wichtig, diesbezüglich auf dem Laufenden zu bleiben. 

Antworten auf die wichtigsten Fragen erhalten Sie in der Übersicht vom Versicherer der Swisslife, welche ich gerne auch Ihnen zur Verfügung stelle:

http://www.slpm.de/fileadmin/user_upload/Downloads/bav-info065.pdf

Die ersten Frühlinggrüße aus Bad Kissingen

Ute Goebels

 

wir informieren wirklich

 

 

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Direktversicherung verkaufen und keine Krankenversicherungsbeiträge zahlen???

Direktversicherung und Krankenkassenbeiträge…

Direktversicherung und Krankenkassenbeiträge

 

Auch schon mal die Frage gestellt – Einfach die Direktversicherung verkaufen und danach keine Krankversicherungspflichtbeiträge zahlen, geht das überhaupt?
Immer wieder aufs neue werden Sozialgerichte mit der Frage beschäftigt, wann eine Leistung aus einer Direktversicherung krankenversicherungspflichtig ist oder vielleicht nicht….

FALL:

Bei dem Fall vom Landessozialgericht Baden-Württemberg (LSG BW,27.01.2012 – L 4 KR 3659/10) ging es darum, das eine Arbeitnehmerin vor Ablauf Ihrer Direktversicherung diese an eine Dritte Person verkauft hat.

Als nun die Direktversicherung zur Auszahlung kam erfolgte, wie üblich, eine Meldung an die zuständige Krankenkasse!. Die Krankenkasse macht eines und erliess den entsprechenden Beitragsbescheid. Da die Arbeitnehmerin jedoch keinen Zufluss vom Versorgungsvertrag hatte, Vertrag wurde ja verkauft, machte Sie eines und fechtet den vorliegenden Beitragsbescheid der Krankenkasse an.
Das Gericht entschied (Urteil siehe oben) für die Angeklagte. Begründung: Der Arbeitnehmerin darf kein Beitrag aus dem „später“ ausgezahlten Kapitalbetrag gemäß § 229 Abs. 1 S. 3 SGB V in Rechnung gestellt werden, da sie als ehemalige Arbeitnehmerin weder Bezugsberechtigt war noch Versicherungsnehmerin vom Vertrag war und somit auch nicht mehr Vertragspartei war.

Hinweis: Offen bleibt hier jedoch ob der erzielte Kaufpreis von der Angestellten wieder als Versorgungsbezug der Beitragspflicht bei der Krankenkasse unterliegt, da die Kaufpreiszahlung im Jahr 2001 war also noch vor dem Stichtag 01.01.2004 (Einbeziehung von Kapitalleistung in die Beitragspflicht)

Sie sehen es gibt immer wieder neue Urteile – jedoch jeder dieser Urteile ist individuell zu betrachten…

Grüße aus dem immer noch winterlichen Bad Kissinge

Ute Goebels

 

wir informierne wirlich

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Umwandlung VWL in Betriebsrente

VWL-Vertrag,Direktversicherung,BetreibsrenteZur Umwandlung  von laufenden VWL-Verträgen  in Betriebsrente gibt heute 
7 Antworten auf häufig gestellte Fragen von Arbeitgebern.


Frage 1 – Warum ist es besser, VWL-Ansprüche in eine Betriebsrente zu investieren?

Für den Arbeitnehmer ist der VWL-Beitrag vom Arbeitgeber in voller Höhe steuer- und sozialabgabenpflichtig. Aus diesem Grund ist es wesentlich besser, den VWL-Anspruch in einen steuer- und sozialabgabenfreien Betrag für die Vorsorge im Alter umzuwandeln.

Zum Beispiel: Arbeitnehmer, ledig, monatliches Brutto 2.000 EUR zahlt auf die 40,00 EUR VWL des Arbeitgebers insgesamt 19,47 EUR an Steuer und Sozialabgaben. Bei seinem Gehalt (Einkommensgrenze max. 20.000 EUR/Jahr) erhält er leider keine staatlichen Zuschüsse wie z.B. einer Sparzulage oder Wohnungsbauprämie.


Frage 2 – Wie funktioniert so eine Umwandlung von VWL in eine Betriebsrente?

Ganz einfach wie eine normale Entgeltumwandlung. Bedeutet der Arbeitnehmer vereinbart schriftlich mit Ihnen als Arbeitgeber, dass er künftig auf seinen Arbeitgeberanteil zur vermögenswirksamen Leistung zugunsten einer Betriebsrente verzichtet.

Sollte zur Zeit für den Mitarbeiter ein VWL Vertrag laufen dann wird dieser gekündigt oder stillgelegt. Natürlich kann der Arbeitnehmer diesen auch privat fortführen.

 

Frage 3 – Welche Kosten habe ich als Arbeitgeber?

Sie als Arbeitgeber habe keine zusätzlichen Kosten wenn der Arbeitnehmer sich für eine Betriebsrente entscheidet. Ganz im Gegenteil, denn wenn der Arbeitnehmer VWL-Ansprüche in eine Betriebsrente umwandelt bedeutet das für Sie als Arbeitgeber, dass Sie ca. 20% der Sozialabgaben einsparen….

Diese Einsparungen werden von vielen Arbeitgebern, wegen entsprechender Mitarbeiterbindung und Mitarbeitermotivation, als freiwilliger Zuschuss weitergegeben. 

Wichtig: Für Sie als Arbeitgeber bleibt es kostenneutral!!!!.

 

Frage 4 – Muss ich ggf. noch andere Dinge beachten?

Sollte grundsätzlich der VWL-Anspruch aus einem Tarifvertrag kommen, so wäre eine Umwandlung oder Umwidmung von VWL in Betriebsrente nur möglich, wenn der Tarifvertrag dieses erlaubt.

In der Regel ist es bei fast allen Tarifverträgen erlaubt. Der Trend geht ganz klar weg von VWL-Anspruch hin zur Betriebsrente.  Siehe hier Apothekertarifvertrag, Sanitär- und Heizungsbau, Chemie-Tarifvertrag, Arzthelferinnen-Tarifvertrag und viele mehr….

 

Frage 5 – Welchen Vorteil habe ich als Arbeitgeber bei dieser Lösung?

Sie bieten Ihren Mitarbeitern eine bessere Möglichkeit Vorsorge zu betreiben. Gleichzeitig unterstreichen Sie hier Ihre soziale Fürsorge und binden und finden in Zukunft leichter Mitarbeiter für Ihr Unternehmen. Die Attraktivität als Arbeitgeber ist deutlich erhöht.

 

Frage 6 – Was passiert mit dem laufenden VWL-Vertrag vom Mitarbeiter?

Also der aktuell laufenden VWL-Vertrag kann natürlich vom Arbeitnehmer gekündigt oder beitragsfrei gestellt werden. Natürlich kann der Mitarbeiter den Vertrag auch privat fortführen.

Was viele nicht wissen, natürlich kann ein VWL-Vertrag auch während der sogenannten Sperrfrist von 7 Jahren gekündigt werden.

 

Frage 7 – Was ist mit der Betriebsrente zu tun wenn mein Mitarbeiter dann doch vorzeitig mein Unternehmen verlassen sollte?

Die Betriebsrente – üblich in Form einer Direktversicherung, wird dem Mitarbeiter entsprechend übertragen oder im Einvernehmen mit seinem neuen Arbeitgeber dort entsprechen fortgeführt.

Natürlich kann der Vertrag auch beitragsfrei gestellt werden, oder der Mitarbeiter kann den Vertrag privat weiterzahlen oder aber auch das vorhanden Kapital aus dem Vertrag in ein „neues“ Versorgungssystem eines neuen Arbeitgebers übertragen.


Weitere Fragen beantworten wir gern. Ebenfalls unterstützen wir Sie bei der aktiven Umwandlung/Umwidmung von VWL-Verträgen in Betriebsrenten. Hier klicken und profitieren.

Herzliche Grüße von Ihrer

Ute Goebels

 

wir informieren wirklich

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