Abfindungen bei der Betrieblichen Altersvorsorge

Gibt es Abfindungsmöglichkeiten in der Betrieblichen Altersvorsorge?

Seit Jahren haben Arbeitnehmer den Wunsch, dass die betriebliche Altersversorgung abzufinden ist. Spätestens wenn der Wunsch in die Praxis umgesetzt werden soll, wird klar, daß es klare Regeln gbit, wann dies möglich ist und welche Besonderheiten im Arbeits-, Steuer- und Sozialversicherungsrecht zu berücksichtigen sind.

Im Arbeitsrecht sieht es wie folgt aus: Im § 3 BetrAVG (Betriebsrentengesetz) findet man die arbeitsrechtlichen Regeln zur Abfindung. Hier steht u.a. dass bei vorzeitiger Beendigung des Arbeitsverhältnisses gesetzlich unverfallbare Anwartschaften nicht abgefunden werden dürfen.

>Eine Ausnahme bilden Kleinstrenten und geringe Kapitalleistungen, die auf Verlangen des Arbeitgebers dann doch abgefunden werden dürfen. Beitragsfreie Renten, die unter 1% der monatlichen Bezugsgröße liegen (in 2016: 29,05 € West bzw. 25,20 € Ost) düfen beim Ausscheiden abgefunden werden.

>Auch ist eine Abfindung zulässig, wenn die Kapitalleistungen 12/10 der monatlichen Bezugsgröße nicht überschreiten (in 2016: 3.486 € West bzw. 3.024 € Ost). Laufende Leistungen dürfen nach dem Betriebsrentengesetz ebenfalls nicht abgefunden werden, es sei denn sie wurden erstmalig vor 2005 gewährt.

Wichtig: Im laufenden Arbeitsverhältnis sind Abfindungen unabhängig der Höhe möglich. Hierbei ist die Voraussetzung dass sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer zustimmen und die Abfindung in keinem Zusammenhang mit dem Ausscheiden des Mitarbeiters steht.

Weiterhin bleibt es dabei, dass in der Unterstützungskasse eine Abfindung im laufenden Arbeitsverhältnis nicht möglich. Auch können in den weiteren Durchführungswegen ggf tarifliche Besonderheiten eine Abfindung verhindern.

Im Steuerrecht sieht es wie folgt aus: Der gewählte Durchführungsweg ist letztendlich für die Besteuerung einer Abfindung entscheidend. So sind die Abfindungen bei der Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds, deren Beiträge sind nach § 3 Nr. 63 EStG steuerfrei eingezahlt wurden, nach § 22 Nr. 5 EStG zu versteuern.

Die Abfindung ist somit voll steuerpflichtig!!!.

Die Abfindungszahlungen von Pensionszusagen und Unterstützungskassen sind nach § 19 Abs. 2 EStG als Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit zu versteuern. Sie werden also genauso wie Lohn/Gehalt versteuert. Gegebenenfalls kann die sogenannte Fünftelungsregel angewendet werden

Im Sozialversicherungsrecht sieht es wie folgt aus: Ab 01.07.2016 werden Abfindungszahlungen grundsätzlich als Versorgungsbezug (§ 229 SGB V) verbeitragt und somit sind – wie auf "normale" Kapitalleistungen einer Betrieblichen Altersvorsorge, dann Beiträge zur „Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung“ zu zahlen. Beiträge zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung fallen jedoch nicht an.

Praktisch bedeutet das, dass das Kapital rechnerisch auf 10 Jahre verteilt bzw. durch 120 Monate geteilt wird. Auf diesen fiktiven Betrag wird dann maximal 120 Monate lang Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung gezahlt Bis zum 30.06.2016 wurden Abfindungen teilweise als sozialversicherungspflichtiges Arbeitsentgelt bewertet und unterlagen somit der Beitragspflicht in allen Sozialversicherungszeigen.

Die Unterscheidung, ob die Abfindungszahlung während des Arbeitsverhältnisses oder bei Beendigung gezahlt werden spielen jetzt keine Rolle.

Dieser Blogbeitrag entspricht dem aktuellen Stand der Gesetzgebung und Rechtssprechung – ohne Gewähr auf Richtigkeit oder gar Vollständigkeit. Auch eine Beratung durch Rechtsanwalt oder Steuerberater kann durch diesen Beitrag nicht ersetzt werden.

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Weniger Rente als Sie denken

Sie erhalten weniger Rente als Sie denken!

Ich will Rente

 

 

Als Arbeitnehmer kennen Sie den Unterschied zwischen Brutto und Netto-Gehalt, ja ich weiss das ist jeden Monat ärgerlich den dieser Unterschied kann erheblich sein.

Wussten Sie auch, dass dies bei der Altersrente auch so ist???? blush
In den offiziellen Rentenauskünften (Deutsche Rentenversicherung Bund) die man also auch SIE Jahr für Jahr bekommen wird nur die zu erwartende Brutto-Rente genannt. Bedeutet für Sie, dass Sie in Wahrheit jedoch weniger Rente erhalten als die, die Sie im Bescheid lesen.

Also bitte nicht auf das verlassen was Sie lesen, denn diese Brutto-Rente reduziert sich nochmals um folgende Abzüge zum einen die Krankenversicherung und zum anderen Steuer.

Was sehen oder lesen Sie in der Renteninformation gleich auf der ersten Seite:

* Datum des Beginns der Regelaltersrente

* Rente wegen einer vollen Erwerbsminderung

* bereits erreichte Rentenanwartschaft

* die Altersrente, wenn dann Arbeitgeber und Mitarbeiter bis zum Rentenbeginn Beiträge wie in den vergangenen fünf Jahren überweisen.

Aber, speziell der letzte Punkt "Altersrente" stimmt so nicht, denn hier steht nur die "Bruttorente". Tatsächlich haben jedoch die Arbeitnehmer real weniger zu erwarten als vorausgesagt. 

Damit Sie in Zukunft nicht nur in die Glaskugel schauen sondern konkret auch Ihre Zahlen kennen machen Sie einfach folgendes:

>holen Sie sich Ihre aktuelle Rentenauskunft mit zwei Klicks

>nutzen Sie danach das "Gratis" Angebot für einen Renten-Quick-Check !

Rückfragen jederzeit gerne. Rufen Sie uns an. 

Tschüss

Ihre Ute Goebels

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Wichtige Antworten zur Rente

Ich will Rente

Aufgrund der vielen Fragen zur
gesetzlichen Rente 
erhalten Sie heute
eine Zusammenfassung 
mit entsprechenden Antworten. 

 

Wer hat Anspruch auf Rente?

Rente können alle bekommen, die bis 1946 geboren sind und das 65.Lebensjahr vollendet haben, und mindestens fünf Jahre eingezahlt haben. Sollten Sie jedoch zu den ab 1947 Geborenen gehören wird die Altersgrenze mit jedem Jahrgang stufenweise weiter angehoben. Somit können die Personen ab 1964 geboren sind, erst mit 67 Jahren in Rente gehen.

Wer gehört zu den langjährig Versicherten?

Wer mindestens 45 Jahre eingezahlt hat, gehört zu den langjährig Versicherten und hat somit ab dem 65. Lebensjahr Rentenanspruch.

Wer kann früher in Rente gehen?

Alle langjährig Versicherten können mit 63 Jahren in Rente gehen, wenn sie mindestens 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben. Wer bis 1948 Geboren ist muss einen Abschlag von 7,2 Prozent in Kauf nehmen, danach steigen die Abschläge stufenweise an. Wer ab 1964 geboren ist, muss sich mit 14,4 Prozent weniger Rente zufrieden geben, wenn er früher in Rente will und kann.

Welche Rentenansprüche haben denn eigentlich Schwerbehinderte?

Hat der Arzt einen Behinderungsgrad von 50 Prozent und mehr bescheinigt, so kann man Altersrente schon mit 63 bekommen. Wichtig ist jedoch das 35 Jahre Anwartschaftszeiten erfüllt sind und vor dem 1. Januar 1952 geboren. Wer jedoch erst ab 1964 geboren wurde kann erst mit 65 Jahren eine abschlagsfreie Rente für Schwerbehinderte bekommen.

Wann haben denn Frauen Anspruch auf Altersrente?

Alle Frauen können Altersrente mit 60 beanspruchen, wenn sie vor dem 1. Januar 1952 geboren sind. Gehen sie dann wirklich mit 60 in Rente, müssen sie jedoch 18 Prozent Abschlag zahlen. Gehen Sie erst mit 65. Lebensjahr in Rente dann werden nur noch 7,2 Prozent abgezogen.

Welche Regelung gibt es bei Krankheit?

Wer weniger als sechs Stunden, aufgrund Krankheit, arbeitet hat Anspruch auf volle Erwerbsminderungsrente.

Wer am Tag jedoch noch zwischen drei und sechs Stunden arbeiten kann, hat jedoch nur Anspruch  teilweiser Erwerbsminderung.

Um jedoch diese Erwerbsminderungsrente zu erhalten gelten folgende Voraussetzungen:
Es wurden mindestens fünf Jahre Beiträge gezahlt und während der letzten fünf Jahre vor Beginn der Rente sind drei Jahre lang Pflichtbeiträge gezahlt worden.

Wer erhält Hinterbliebenenrente?

Verstirbt der Versicherte können Witwe oder Witwer und die Waisen eine Hinterbliebene Rente beziehen. Der Rentenanspruch läuft aber nicht lebenslang er endet wenn ein Waise das 18. Lebensjahr erreicht oder danach eine Ausbildung abgeschlossen hat. Die Witwen-Rente endet beispielsweise, wenn neu geheiratet wird.


So das waren die ersten Antworten auf Fragen die uns immer wieder erreichen. Versprochen in Kürze gibt es eine Fortsetzung.

Grüße

Ute Goebels

 

PS. Wer gerne eine Renteninformation hätte kann diese mit zwei Klicks erhalten...>>Renteninformation<<

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Wenn auch die Betriebsrente erst mit 67 beginnt…

Das Regelwerk mit dem Namensungetüm Rentenversicherungsaltersgrenzen-anpassungsgesetz wurde 2007 beschlossen und trat anschließend ab 2008 in Kraft. Es sah vor, die Regelaltersgrenze für Leistungsbezieher, die ab 1964 geboren wurden, in der gesetzlichen Rentenversicherung schrittweise auf 67 Jahre anzuheben, um somit unter anderem die Rentenkassen zukünftig zu entlasten. So weit, so gut, und so bekannt.

Doch nun könnte ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) bedeuten, dass sich diese Regelaltersgrenze auch auf Rentenverträge innerhalb der betrieblichen Altersversorgung bezieht und sich somit substantiell auswirkt. Im Einzelnen geht es darum, dass bereits einzelne Unternehmen ihre bAV-Angebote an die neue Regelaltersgrenze angepasst haben, aber andere eben nicht. Und dann bleibt die Frage, was ist mit den alten Verträgen?

Denn nunmehr hat das BAG entschieden, dass Arbeitgeber Betriebsrenten ggf. auch erst ab 67 an ihre Mitarbeiter auszahlen müssen (3 AZR 11/10). Selbst dann, wenn früher eine Rente bereits zum 65. Lebensjahr zugesagt wurde.

Insofern hat dieses Urteil in den Unternehmen für Unruhe und in der Belegschaft mitunter für Unmut gesorgt. Deshalb ist es vor allem für Berater, Personaler und Unternehmer  ganz wichtig, diesbezüglich auf dem Laufenden zu bleiben. 

Antworten auf die wichtigsten Fragen erhalten Sie in der Übersicht vom Versicherer der Swisslife, welche ich gerne auch Ihnen zur Verfügung stelle:

http://www.slpm.de/fileadmin/user_upload/Downloads/bav-info065.pdf

Die ersten Frühlinggrüße aus Bad Kissingen

Ute Goebels

 

wir informieren wirklich

 

 

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