Scheidung – Versorgung – Versorgungsausgleich aus Firmensicht

Versorgungsausgleich und Betriebliche Altersvorsorge

Versorungsausgleich bei Scheidung und Betriebliche Altersvorsorge

Seit fast drei Jahren (09/2009) gibt es nun den „neuen“ Versorgungsausgleich. Hier war die Idee, das die Anrechte eines Ehegatten, die während der Ehezeit angesammelt wurden, im Fall der Scheidung unter beiden Ehegatten aufzuteilen sind.

Hier nun die Regeln welche bei der Aufteilung der Ansprüche zu berücksichtigen sind!

"Interne" und "externe" Teilung
Als die Grundregel beim Versorgungsausgleichs gilt die "interne Teilung". Dabei wird jedem einzelnen Versorgungsanspruch der sogenannte Ausgleichswert für den Ausgleichsberechtigten entnommen und beim selben Versorgungsträger eine eigene Anwartschaft eingerichtet.
In Ausnahmefällen ist aber auch die zweite Regel anzuwenden nämlich die sogenannte "externe Teilung" . Dabei wird der ermittelte Ausgleichswert aus der Anwartschaft des Arbeitnehmers entnommen und idealerweise in eine bestehende Versorgung des ausgleichsberechtigten Ehegatten eingezahlt.
Eine Firma kann aus verschiedenen Blickwinkeln vom Versorgungsausgleich betroffen sein. Einerseits natürlich im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung, wenn sich ein Mitarbeiter der Firma scheiden lässt und dessen Versorgungsansprüche geprüft und geteilt werden müssen.
Andererseits kann auch der Firmeninhaber / Firmeninhaberin selbst geschieden werden, so dass hier die persönliche private und betriebliche Versorgungen zu teilen ist.
Wer aber ist der Versorgungsträger
Der Ablauf im Scheidungsverfahren ist wie folgt: Jeder einzelne Ehegatte ist verpflichtet, eine Vermögensaufstellung an das Familiengericht zu geben, wozu auch selbstverständlich die Anrechte aus der betrieblichen Altersversorgung gehören.

Zu den genannten Anrechten schickt dann das Gericht einen Fragebogen an den jeweiligen Versorgungsträger . Diese hat dann Auskunft darüber zu geben, wie das Anrecht ausgestaltet ist und wie die Teilung durchgeführt werden soll.

Wer der jeweilige Versorgungsträger ist, hängt vom Durchführungsweg ab:

>>bei Direktversicherungs- und Pensionskassenzusagen gilt der Versicherer als Versorgungsträger;
>>bei Zusagen über eine Unterstützungskasse oder einen Pensionsfonds sind diese selbst Versorgungsträger;
>>Versorgungsträger einer Pensionszusage ist der Unternehmer, auch wenn eine Rückdeckungsversicherung besteht.

Informationspflichten und Haftung
Die Versorgungsträger selber sind verpflichtet, das Familiengericht über bestehende bAV- Anwartschaften zu informieren und einen konkreten Vorschlag für die Aufteilung zu unterbreiten.
Wenn das Gericht die entsprechende Genehmigung erteilt hat, muss der Versorgungsträger den Versorgungsausgleich durchführen und auch selbstverständlich in Zukunft weiter verwalten.
Handelt es sich um eine Pensionszusage, dann muss der Unternehmer eine Teilungsordnung selber vorhalten. Ist die Pensionszusage durch eine Versicherungsgesellschaft  kongruent rückgedeckt, kann der Unternehmer die Teilungsordnung seines Versicherers verwenden und diesen mit der Teilung beauftragen.

Wenn nicht, muss ein externer Gutachter beauftragt werden. Hier besteht aber aufgrund der kurzen Fristen des Gerichtes schneller Handlungsbedarf.

Bei den sonstigen Durchführungswegen ist denkbar, dass die Firma nicht in Kenntnis gesetzt wird, da sie ja nicht Versorgungsträger ist und damit auch kein Beteiligter des Verfahrens ist.

Dennoch haftete die Firma / das Unternehmen im Wege der Durchgriffshaftung für die Erfüllung des Versorgungsversprechens.  Bedeutet in der Praxis, erfolgt der Versorgungsausgleich im Wege der internen Teilung, bekommt die Firma durch den Beschluss des Gerichtes in Person des geschiedenen Ehegatten einen neuen Versorgungsberechtigten hinzu. Dieser ist zu behandeln wie ein ausgeschiedener Mitarbeiter.


Fazit:
So ein Versorgungsausgleich kann erheblichen Aufwand für eine Firma bedeuten. Es ist daher wichtig, sich frühzeitig mit dem Versorgungsausgleich bei bestehenden oder einzurichtenden Zusagen der betrieblichen Altersversorgung zu beschäftigen!
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Scheidung was muss ich tun…

Scheidung,Trennung,Rente,Versorgungsausgleich

 Scheiden tut weh? Schön wäre doch eine geordnete Trennung statt Rosenkrieg. In vielen Fällen ist es leider nicht möglich, deshalb informieren Sie sich frühzeitig über die finanziellen Auswirkungen. Hier mal  Zehn -Tipps, was es zu beachten gilt, um bei einer Trennung schwerwiegende Fehler zu vermeiden:

Tipp 1: Güterstand gut überlegen
Es gibt Alternativen zur Zugewinngemeinschaft.

Tipp 2: Versorgungsausgleich im Ehevertrag regeln
Die Beteiligungsquote muss nicht fifty-fifty betragen.

Tipp 3: In der Krise besonders wachsam sein
Will der Noch-Partner die Finanzen neu ordnen oder bei einer bestehenden Lebensversicherung ein Renten- bzw. Kapitalwahlrecht ausüben?

Tipp 4: Wer Bescheid weiß, den belohnt das Leben
Auch vor dem Scheidungsantrag kann erfragt werden, ob und in welcher Höhe man ausgleichsberechtigt bzw. ausgleichsverpflichtet ist – hierzu sollten die Unterlagen des Partners in Kopie vorliegen
.

Tipp 5: Die Weichen für später stellen
Jetzt die Versicherungsunterlagen genau überprüfen: Muss das vereinbarte Bezugsrecht geändert werden?

Tipp 6: Keine übereilten Aktionen
Bei jeder zehnten Kündigung einer Lebensversicherung ist der Grund eine Scheidung. Dies bringt in der Regel Nachteile und Verluste mit sich. Häufig gibt es jedoch Alternativen.

Tipp 7: Schnelle Scheidung oder erst abwarten?
Zwar kann es aus steuerlichen oder anderen finanziellen Gründen überlegenswert sein, die Scheidung etwas zu verschieben – doch lohnt sich die Nervenbelastung?

Tipp 8: Beim vorzeitigen Rentenbeginn genau rechnen
Geht der ausgleichspflichtige Ex-Partner früher in den Ruhestand als ursprünglich geplant, steht ein Gespräch mit der gesetzlichen Rentenversicherung an.

Tipp 9: Riester-Förderung nicht vergessen

Tipp 10: Auch beim Familiengericht gilt: Kontrolle ist besser!
Meist wird nur eine Standardlösung angeboten, in vielen Fällen ist jedoch ein alternativer Weg beim Versorgungsausgleich möglich

 

Wie heißt unser Slogan, genau "wir informieren wirklich" und von daher hier mein / unser Geschenk für Sie:

 Holen Sie sich jetzt die kostenlose Broschüre (Pdf) mit dem Title >>> " Scheidung und Altersvorsorge " 

Ein Auzug über den Inhalt

>>Grundwissen zur Scheidung

>>Zugewinnausgleich

>>Versorgungsausgleich

>>Aktuelle Gesetzeslage

>>Geordnete Trennung

Über ein Feedback zum Geschenk würde ich mich sehr freuen…


Grüße

Ihre
Ute Goebels

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Betriebliche Altersvorsorge-Versorgungsausgleich

Versorgungsausgleich geregelt neues BMF-Schreiben für Unterstuetzungskassen und Pensionszuagen

Betriebliche Altersversorgung;
Auswirkungen des Gesetzes zur Struktur des Versorgungsausgleiches (VAStrRefG) auf Unterstützungskassen nach § 4d EStG und Pensionszusagen nach § 6a EStG

 

Hierzu: BMF-Schreiben vom 12. November 2010
– IV C 6 – S 2144-c/07/10001 – (2010/0892687) –

…..weitere Informationen, hier >>>Download<<

Kurze aber doch wichtige Information zum Wochenende….

Ihre Ute Goebels

wir informieren wirklich

  

PS. Bitte das Gewinnspiel nicht vergessen….

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Welche Rentenansprüche stehen mir nach einer Scheidung zu?

Was passiert eigentlich, seit Januar 2010, wenn eine Ehe in die Brüche geht?

Denn das Märchen einer Ehe-Garantie gibt es ja leider nicht und aus dem Grund stehen dann die Paar nicht nur Emotional sondern auch meistens finanziell vor dem absoluten Scherbenhaufen. 

SO, und dann geht`s los. Was hast DU in die Ehe eingebracht? Welches und wie viel Vermögen haben wir gemeinsam erwirtschaftet? Was ist mit Unterhalt? Neben diesen Fragen geht es dann aber auch noch um die Rentenansprüche, die geregelt werden müssen.

Kampfansage dann, wenn ein Partner der Familie zu Liebe zu hause geblieben ist und auf seine Arbeit verzichtet hat bzw. in seinem Job ausgesetzt hat. Dieser Partner (meist die Ehefrau) konnten keine eigenen Rentenanwartschaften erwerben.  

Der Versorgungsausgleich, übrigens im September 2009 neu geregelt, ist Bestandteil des deutschen Familienrechts und wird bei Scheidung angewendet. Der Versorgungsausgleich dient dazu, das die während der Ehe vom Paar erworbenen Anwartschaften auf eine Rentenversicherung ausgeglichen werden.  

Der „Neue Versorgungsausgleich“ schafft es nunmehr, dass die Aufteilung der Rentenanwartschaften zwischen den Eheleuten gerechter gestaltet werden können. Nun gilt, dass die Anrechte in dem Versorgungssystem geteilt werden, in dem sie entstanden sind.  

Das kann zum Beispiel die „gesetzliche Rentenversicherung“, die „betriebliche Altervorsorge“ oder private Altervorsorge sein.

Seit nun der Versorgungsausgleich reformiert wurde, bekommt jeder sein eigenes Versorgungskonto bei dem jeweiligen Versorgungsträger. Natürlich gibt es hierfür auch einen Namen, das wäre die so genannte “interne Teilung“. Durch dieses neue Verfahren werden Ansprüche aus der privaten und /oder betrieblichen Altersvorsorge schon bei Scheidung überwiegend ausgeglichen.  

Mit diesem neuen Verfahren innerhalb des Versorgungsausgleichs soll es endlich zu mehr Transparenz und vor allem Gerechtigkeit bei der Aufteilung von Renten kommen. Das war früher nicht immer sicher gestellt.

Die „bav werkstatt“ stellen gerne allen Interessenten, einen kurz Report zur Verfügung, welcher Tipps und die Neuregelung zum Versorgungsausgleich vorsieht. Bitte senden Sie eine eMail an: info@bav-werkstatt.de , mit dem Betreff „Versorgungsausgleich 2010“

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